HOME BAUWESEN PRIVAT DISCLAIMER KONTAKT

BAUWESEN - Wasserbau - Uelzen II

Vortrag über den Neubau der Schleuse Uelzen II


Baubetrieb
Grundbau
Wasserbau
Bauko
Massivbau
Holzbau
Diverses

 
 
3. Neubau der Schleuse Uelzen II


Abb.3 Lageplan der neuen Schleuse II

Die neue Schleuse Uelzen II wird, ebenso wie die bestehende, als Schachtschleuse mit Sparbecken ausgebildet. Im Unterschied zur bestehenden Schleuse werden die Sparbecken der neuen Schleuse in geschlossener Konstruktion beidseitig übereinander angeordnet. Die gewählte Konstruktion ermöglicht es, mit nur geringem Mehraufwand eine zusätzliche vierte Sparbeckenebene zu integrieren. Durch diese Anordnung wird eine günstigere Gründungssituation und durch das seitliche Rahmenwerk, das die Sparbecken bilden, eine verbesserte Aussteifung der Schleusenkammer erreicht. Außerdem ermöglicht diese Konstruktion eine wesentliche Vereinfachung der Baugrube. Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen im Jahr 2003 stehen der Schiffahrt zwei leistungsstarke Schleusen zur Verfügung, wobei die neue Schleuse ,, Uelzen II'' den Hauptverkehr abwickeln soll.

4. Konstruktion


Abb.4 Querschnitt der Schleuse Uelzen II

Die Schleusenkammer ist mit seiner nutzbaren Länge von 190 m und einer Breite von 12,5 m das Kernstück der neuen Schleusenanlage. Acht Kammerlamellen verbinden das Ober- mit dem Unterhaupt. Längskanäle verbinden das unterhalb der Kammersohle verlaufende Grundlaufsystem mit ein Ein-und Auslaufbauwerken.


Abb.5 Längsschnitt und Draufsicht der Schleuse II

Die insgesamt vier Längskanalverschlüsse regeln den Wasseraustausch zu den Kanalhaltungen. Auf beiden Kammerseiten sind hinter den Kammerwänden die Sparbecken angeordnet. Die Sparbecken sind über je zwei Zulaufkanälen mit dem Grundlaufsystem verbunden. Die Zuläufe bzw. Abläufe werden mit insgesamt 16 doppeltkehrenden Schützen geregelt. Das Unterhaupt ist mit einer Stirnwand (Maske) versehen. Unterhalb dieser Maske wird das Untertor angeordnet. Auf dem Unterhaupt schließt sich das Auslaufbauwerk mit dem Tosbecken an. Dieses Bauwerk wird von einer Unterhauptbrücke überspannt.

5. Stahlwasserbau / Maschinentechnik

Der Antrieb der Stemmtorflügel erfolgt mit Hilfe von ölhydraulischen Antrieben mittig aus dem Antriebsraum, der in der Unterhauptmaske angeordnet ist. Zum Schutz gegen Anfahrung der Maske erhält das Bauwerk einen Stoßschutz. Die Längskanalverschlüsse sind als Zugsegmente mit einseitigem Torsionsantrieb ausgebildet. Sie liegen in den Längskanälen am Ober- und Unterhaupt und werden über Antriebshebel und Torsionsrohr mit Elektrohubspindeln angetrieben. In den Sparbeckenzuläufen der Kammerlamellen sind Segmentverschlüsse mit einseitigem Torsionsantrieb als Sparbeckenverschlüsse angeordnet. Sie wirken bei gefüllter Kammer als Drucksegment und bei gefüllten Sparbecken als Zugsegment. Auch ihr Antrieb erfolgt über Elektrohubspindeln, Antriebshebel und Torsionsrohr. Als Längskanal- und Sparbeckenrevisionsverschlüsse sind Gleittafeln vorgesehen. Als Revisionverschlüsse für die Tore dienen Dammbalken, für die Einlaufbereiche wurde das Pfosten/Tafel-System gewählt. Für die Schiffahrt sind 16 Schwimmpoller als Festmachemöglichkeit angeordnet.